Tagung

Die Tagung stellt den künstlerischen Befragungen, die in der Ausstellung gezeigt werden, architekturhistorische, kultur- und kunstwissenschaftliche Untersuchungen zur Seite. Es werden sowohl neue Forschungsarbeiten zur Entstehungsgeschichte des Hansaviertels präsentiert als auch Überlegungen zum breiteren kulturellen Kontext der Nachkriegsmoderne.

 

Tagungsort:

Akademie der Künste, Hanseatenweg 10, Clubraum

Donnerstag, 5. Juli 2007, 17-20 Uhr: Vortragsprogramm
Freitag, 6. und Samstag, 7. Juli 2007, ganztägig: Vortragsprogramm

Keine Teilnahmegebühr, ausgenommen Filmprogramm (Euro 5 / 3 erm.) und Literaturprogramm (Euro 5 / 4 erm.)

Konzept: Annette Maechtel und Kathrin Peters

 

In Projektpartnerschaft mit dem werkbundarchiv – museum der dinge, Berlin

In Kooperation mit der Sektion Baukunst der Akademie der Künste,

Carolin Schönemann

Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Preußische Seehandlung

als PDF: Tagungsprogramm, Kurzfilmprogramm, Lesung

 

 

Tagungsprogramm mit Abstracts:

 

 

Donnerstag 5.7.

 

17.00 anschließend Ausstellungsrundgang mit den Kuratorinnen

Christine Heidemann/Annette Maechtel (beide Berlin)

 

19.00 (Eingangsfoyer)

Begrüßung: Robert Kudielka (Akademie der Künste, Berlin, Direktor der Sektion Bildende Kunst)

 

19.15 Vortrag

Christoph Asendorf (Europa-Universität Viadrina, Frankfurt/Oder): „One World“ oder „Verlust der Mitte“? Kunst, Konsumkultur und Kulturkritik in den 1950er Jahren

 

 

Freitag 6.7.

 

10.00 (Clubraum)

Einführung: Kathrin Peters (HGB Leipzig/Berlin)

 

10.15 – 13.00 Sektion I: Interbau 57 und die Politik der Repräsentation

Moderation: Friedrich von Borries (raumtaktik, Berlin)

 

Sandra Wagner-Conzelmann (TH Darmstadt): Die Sonderausstellung „die stadt von morgen“ als Programmatik von gestern

 

Steffen de Rudder (Bauhaus-Universität Weimar): Missionsgedanke und Moderne: Die Berliner Kongresshalle im Kalten Krieg. Zur politischen Programmierung eines Westberliner Wahrzeichens

 

Stephanie Warnke (ETH Zürich/Berlin): Kalter Krieg, heiße Medien. Berlin in der Architekturkritik

 

Mittagspause

 

14.00 – 17.00 Sektion II: ‚Stunde Null‘ als ästhetisches Projekt

Moderation: Knut Ebeling (Berlin):

 

Kathrin Peters (HGB Leipzig/Berlin): Fußgängerzone. Bilder von „aufgelockerten“, „autogerechten“ und „gemordeten“ Städten um 1960

 

Susanne Leeb (FU Berlin): Zeitlos schön, ewig modern. Gibt es eine Kunst des Posthistoire?

 

Hanne Loreck (HfbK Hamburg): Räumliche Phantasien und Phantasmen der ausgehenden 1950er Jahre

 

17.30 Ein GPS Rundgang zwischen Kultur und Architektur des Hansaviertels – das Projekt stadtfinden_moderne von Tido von Oppeln/Matthias Ott (Berlin)

 

20.00 (Studio) Kurzfilmprogramm (siehe Filmreihe)

Stadt von Heute: Verkehrslösung und Utopieverlust.

Kuratiert und eingeleitet von Florian Wüst (Berlin)

 

 

Samstag 7.7.

 

10.00 – 13.00 Sektion III: Ordnung und Gemeinschaft

Moderation: Mathias Heyden (Berlin)

 

Johanna Hartmann (Berlin): „Aber wenn die Frau aus ihren Grenzen tritt, ist es für sie noch viel gefährlicher“ – Geschlechtermodelle für die Stadt von morgen.

 

Schamma Schahadat (Universität Tübingen): Vom Gemeinschaftsentwurf zum Familienentwurf? Wohnraum in Theorie und Praxis zwischen 1920 und 1970

 

Jesko Fezer (Berlin): Über das Hansaviertel hinaus. Selbstkritik als planerisches Projekt

 

Mittagspause

 

14.00 – 17.00 Sektion IV: „Wir wohnen gern modern“

Moderation: Tido von Oppeln (Berlin)

 

Renate Flagmeier/Nicola von Albrecht (werkbundarchiv – museum der dinge, Berlin): Sich einrichten. Die Wohnberatung des Deutschen Werkbundes

 

Irene Nierhaus (Universität Bremen): Pastor/ale: Wohnlandschaft als Re-Territorialisierung der Nachkriegsgesellschaft

 

Oliver Elser (Wien): Learning from. Ein Münchner Remake des Aalto-Gebäudes und der Versuch einer Blockrandschließung

 

17.15 Filmvorführung

„Zurück in die Stadt von morgen“ (D 2005, 23 Min.) von Michaela Schweiger (Burg Giebichenstein Halle/Berlin), in Anwesenheit der Künstlerin

 

18.00 Abschlussdiskussion

Moderation: Angela Lammert (Akademie der Künste, Berlin)

 

20.00 (Studiofoyer) Literaturprogramm

„Das soll nun eine neue Stadt sein“. Jonas-Philip Dallmann, Claudius Hagemeister und Harald Martenstein lesen neue Texte zum Wiederaufbau. Vorgestellt und eingeleitet von Sebastian Orlac.

Im Anschluss Musik.

 

 

Während der Tagung zeigt die KünstlerInnengruppe Stadt im Regal: „Bungalow im Sesselclub“ (Dokumentation der Arbeit „Bungalow“, 2000)