Andree Korpys / Markus Löffler

*1966 / 1963 in Bremen, leben in Bremen / Berlin

Korpys/Löffler thematisieren in ihren Arbeiten die Frage, wie Geschichte durch mediale Vermittlungen erzählt, beziehungsweise überhaupt erst kreiert wird. Die Künstler arbeiten in unterschiedlichen Medien und kombinieren dabei dokumentarisches, fiktionales und sehr persönliches Material, u.a. in Videos, Installationen und Zeichnungen. So werden neue Bildbezüge und Erzählungen geschaffen, welche die ungelösten Widersprüche der Realität nur umso schärfer hervortreten lassen. Ihr spezifi­sches Interesse gilt den Nebenschauplätzen historisch-politischer Ereignisse, den Spezifika von Architektur, Design aber auch Atmosphären, persönlichen Erfahrungen und den beiläufigen Handlungen der Haupt- und Nebenakteure. Mit dem Blick auf scheinbar Nebensächliches tritt die Verfasstheit des allgemein als hauptsächlich Ausgegebenen nur umso deutlicher in Erscheinung.

Ausbildung, Stipendien, Auszeichnungen

1989–93

Studium an der Fachhochschule für Fotografie und Film, Bielefeld

1993–96

Postgraduiertenstudium HfG/ZKM, Karlsruhe

1994

Förderpreis für Bildende Kunst Bremen

1997–98

Akademie Schloß Solitude, Stipendium Video/Film

1999

Ars Viva, BDI

2000

Kunstfonds Bonn

2004

Akademie Villa Massimo, Rom

Einzelausstellungen (Auswahl)

2006

„Für ein Leben nach dem Tod“, Stadtgalerie Saarbrücken und Meyer Riegger Galerie, ­Karlsruhe

2004

„urban scans“, Kunstraum München
„unter Bildhauern“, Lehmbruckmuseum, Duisburg
„The Nuclear Football“, Galerie Schwein Köln, Städtische Galerie, Nordhorn

2003

„A Life on the Ocean Wave“, Revolver Archiv, Frankfurt

2000

Kunstverein Graz
Kunsthalle Nürnberg

Gruppenausstellungen (Auswahl)

2006

„This Land is My Land“, Kunsthalle Nürnberg
„SNAFU, Medien Mythen, Mind Control“, Hamburger Kunsthalle
„Sichtbarkeiten_Zwischen Fakten und Fiktionen“,Edith-Ruß-Haus, Oldenburg

2005

„Global Players“, BankArt, Yokohama, Forum Ludwig, Aachen
„SALTUNA – The Baltic Sea Experience“, Rooseum, Malmö
„Zur Vorstellung des Terrors: RAF Ausstellung“, Kunst-Werke Berlin

2004

„Tainment“, NGBK, Berlin

2003

„Plastik, Plüsch und Politik, Reflexe der 70er Jahre in der Gegenwartskunst“, Städtische Galerie Nordhorn

2002/03

„Ökonomien der Zeit“, Museum Ludwig, Köln; Akademie der Künste, Berlin; migros ­museum für gegenwartskunst, Zürich

2002

„A Need For Realism“, Centrum Sztuki, Warschau
„Art &Economy“ , Deichtorhallen Hamburg

2001

Berlin Bienale 2, Kunst-Werke Berlin
„Come-in. Interieur als Medium der zeitgenössischen Kunst in Deutschland“, ­international tourende Ausstellung des Instituts für Auslandsbeziehungen

2000

Das Gedächtnis der Kunst“, Schirn Kunsthalle, Frankfurt
„Grenzgänge“ (ars viva 99/00), Kunstverein Freiburg im Marienbad / Kunsthaus Dresden, Städtische Galerie für Gegenwartskunst

1999

„Public Domaine“ Kunsthalle Tirol und Forum Stadtpark Graz (Projekte im öffentl. Raum)
„German Open. Gegenwartskunst in Deutschland“, Kunstmuseum Wolfsburg

www.meyer-riegger.de
www.ottoschweins.de

„Bundesanwaltschaft“
1999
2 von 10 C-Prints, je 60 x 80 cm 
courtesy: Galerie Meyer Riegger, Karlsruhe

„Konspiratives Wohnkonzept“
1998 
Designrecherche einer von der RAF benutzten ­Wohnung in Hannover nach Polizeifotos von 1977
Künstlerbuch, Zeichnungen, C-Prints
courtesy: Galerie Meyer Riegger, Karlsruhe