Eran Schaerf

*1962 in Tel Aviv, lebt in Berlin

Eran Schaerf untersucht in seinen Arbeiten in unterschiedlichen Medien sowohl historische und gegenwärtige politische Phänomene als auch individuelle und persönliche Erfahrungen. Kollektive und subjektive Geschichtserfahrungen werden von Schaerf zu vielschichtigen, oft sehr materialreichen Arbeiten verwoben, die eine eigene narrative poetische Kraft entfalten. Versatzstücke aus Philosophie, Architekturgeschichte und Design tauchen auf, und immer wieder sind es die Codes (z.B. in Mode oder Verhaltensweisen) einzelner oder von Gruppen, denen Schaerfs besonderes Augenmerk gilt. ­Wiederholt wendet er das Prinzip des Re-enactment an, wodurch sich unterschiedliche Zeit- und Erzählebenen wie Sedimente übereinander schichten und das Vorausgegangene neu beleuchten.

Ausbildung, Stipendien, Auszeichnungen

1978–82

Architekturstudium, O.R.T. Givatayim, Israel

1985–87

Städtebau, Video, Photographie an der Hochschule der Künste, Berlin

1999

Förderpreis, Akademie der Künste Berlin

2000

Internationaler Preis des Landes Baden-Württemberg

2003

Hörspiel des Jahres, Frankfurt am Main

Einzelausstellungen (Auswahl)

2006

„distance equals loss plus time“, Galerie Elisabeth Kaufmann, Zürich

2005

„Sie hörten Nachrichten“, Zwinger Gallery, Berlin

2003

„Index of Distances“, Galerie Elisabeth Kaufmann, Zürich

2002

„some time later“, Neuer Berliner Kunstverein, Berlin

2000

„Migrants & Variants“, Staatliche Kunsthalle Baden-Baden

1999

„Scenario Data“, Kunsthalle Bern

Gruppenausstellungen (Auswahl)

2006

„Das achte Feld – Geschlechter, Leben und Begehren in der Kunst seit 1960“,
Museum Ludwig, Köln (Ausstellungsarchitektur)
„SNAFU – Medien, Mythen, Mind Control“, Hamburger Kunsthalle, Hamburg
„Entangled Tongues“, The Nunnery Gallery, London

2005/06

„Akademie - Kunst lehren und lernen“, Kunstverein in Hamburg
„Einstein Spaces“, Bibliothek der Berlin-Brandenburgischen Akademie der ­Wissenschaften, Berlin
„Life, Once More“, Witte de With, Centrum voor Hedendaagse Kunst, Rotterdam

2004

„Territories“, Malmö Konsthall, Malmö
„Not Done“, Museum van Hedendaagse Kunst Antwerpen
„Unclosed Stories“, Unlimited Contemporary Art, Athen

2002/03

„Ökonomien der Zeit“, Akademie der Künste, Berlin; Migros Museum, museum für ­gegenwartskunst, Zürich
„The Promise, The Land“, OK Centrum für Gegenwartskunst, Linz
„Territories“, Kunst-Werke Berlin, Witte de With; Centrum voor Hedendaagse Kunst; Rotterdam

2001

„Untragbar – Mode als Skulptur“, Museum für Angewandte Kunst, Köln

„Endless Screen (folded)“
2001
Dia-Projektionen, Drehbühnen, Leinwand-Architektur
Detailansicht
Foto: Eran Schaerf
courtesy: Zwinger Galerie, Berlin

„distance equals loss plus time“
2005
13 Min.
Filmstill
Foto: Eran Schaerf
courtesy: Zwinger Galerie, Berlin

„Scenario Data #17 (Documentary Credit)“
1999
The Sultan’s Pool, International Biennal of Contemporary Art, Jerusalem
Foto: Eran Schaerf
courtesy: Zwinger Galerie, Berlin

Eva Meyer und Eran Schaerf „Flashforward“
2004
Filmstill
courtesy: Zwinger Galerie, Berlin